Ursachen & Behandlungen2018-12-31T02:55:23+00:00

KOMPLIKATIONEN in der SCHWANGERSCHAFT
Ursachen & Behandlungen

Hast du Probleme in deiner Schwangerschaft? Warst du gerade bei deiner Ärztin ⚤ oder im Krankenhaus, und möchtest mehr über deine Schwangerschaftskomplikation nachlesen? Wie war das? Was hat mein Doktor gesagt? Was sind die Ursachen? Wie wird das behandelt?

Hier kannst du nachlesen, welche Probleme während der Schwangerschaft häufig vorkommen und wie diese behandelt werden:

WINDEI • MOLEN-EI • ABORTIVFRUCHT (OVUM ABORTIVUM)

Diese Schwangerschaft wird auch als Molenschwangerschaft bezeichnet. Dabei entwickelt sich zwar die Fruchthülle (Plazenta), nicht aber das befruchtete Ei (Embryo). Diese Schwangerschaft endet schon zu einem frühen Zeitpunkt in einer Fehlgeburt (Abort).

EKTOPE SCHWANGERSCHAFT (EXTRAUTERINE GRAVIDITÄT)

Eine ektope Schwangerschaft ist eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter. Bei ektopen Schwangerschaften nistet sich das befruchtete Ei nicht in der Gebärmutter ein, sondern setzt sich an anderen Organen fest.

Formen der ektopen Schwangerschaften

Bei einer Zwillingsschwangerschaft kommt es manchmal zu einer heterotropen Schwangerschaft (Heterotrope Gravidität): Dabei nistet sich ein Embryo in der Gebärmutter (intrauterin) ein und der andere Embryo außerhalb der Gebärmutter (extrauterin) ein.

Symptome

Frühe Symptome sind Ausfall oder zu späte Monatsblutung, Schmierblutung, Schwangerschaftsgefühl, leichte Bauchschmerzen.

Diagnose

Eine ektope Schwangerschaft wird diagnostiziert, indem einerseits im Harn oder Blut Schwangerschaftshormone nachgewiesen werden, andererseits per Ultraschall aber eine fehlende Schwangerschaft in der Gebärmutter festgestellt wird.

Maßnahmen

Diese Schwangerschaften können sich nicht normal entwickeln: Sie führen, wenn unerkannt, zu inneren Blutungen oder bei der Eileiterschwangerschaft sogar zum Zerreißen des Eileiters. Dies sind Notsituationen, in denen unverzüglich operiert werden muss.

FEHLGEBURT (ABORT)

Von einer Fehlgeburt (Abort) spricht man, wenn eine Schwangerschaft endet, bevor das Kind lebensfähig ist.

Ein Spontan-Abort oder eine Fehlgeburt bezeichnet den Verlust des Kindes (Embryo oder Fetus) bis zu einem Gewicht von 500 g. Dies entspricht ungefähr der 24. Schwangerschaftswoche (SSW).

  • Embryo wird das Kind bis zur 12. SSW genannt.
  • Fetus wird das Kind ab der 12. SSW genannt.
  • Frühabort bezeichnet man den Verlust des Embryos bis zur 12. SSW.
  • Spätabort bezeichnet man den Verlust des Fetus von der 12. bis zur 24. SSW bzw. wenn das Gewicht unter 500 Gramm liegt.

80% aller Aborte sind Frühaborte und finden in der Embryonalperiode, also vor der 12. SSW statt.

Ab einem Geburtsgewicht von 500 Gramm oder ab der 24. SSW spricht man von Totgeburt. Im Gegensatz zu Fehlgeburten sind die Totgeburten standesamtlich meldepflichtig und werden daher genau erfasst. Über Fehlgeburten gibt es leider keine genauen Daten.

Je fortgeschrittener die Schwangerschaft ist, desto geringer ist das Risiko einer Fehlgeburt oder Totgeburt. Es wird angenommen, dass bereits in den ersten SSW etwa zwei Drittel der befruchteten Eizellen bzw. Embryonen sich nicht richtig entwickeln und absterben. Oft werden diese Fehlgeburten gar nicht als solche erkannt, sondern als Unregelmäßigkeit im Menstruationszyklus wahrgenommen.

Etwa ein Drittel aller Frauen sind in ihrem Leben von einer Fehlgeburt betroffen, aber es kommen nur mehr ungefähr 3 tot geborene Kinder auf 1.000 lebend geborene Kinder.

Was sind die häufigsten Ursachen?

Häufig kommt es vor, dass Schwangerschaften genetisch oder physiologisch falsch angelegt sind und schon vor dem dritten Monat absterben. Ursachen dafür können sein:

  • Chromosomenstörungen (Chromosomenaberrationen)
  • Embryonale Entwicklungsdefekte

Formen von Fehlgeburten

Wie wird eine Fehlgeburt diagnostiziert?

Mit einer Ultraschalluntersuchung.

Welche medizinischen Maßnahmen gibt es?

Bei einem Abort kann man entweder den spontanen Verlauf abwarten oder die Entleerung der Gebärmutter mit Medikamenten unterstützen. Wenn die Schwangerschaft nicht komplett abgestoßen wird, muss die Gebärmutter chirurgisch ausgeschabt werden (Kürettage • Curettage).

Nach einer Fehlgeburt wird der Frau geraten, mindestens 2 – 3 Monate zu warten, bevor sie wieder versucht schwanger zu werden.

Eine Fehlgeburt ist für die meisten Frauen ein sehr sensibles und emotional-traumatisches Erlebnis. Ein Trauerprozess setzt ein – mit all den dazu gehörenden Emotionen von Verlustängsten, Scham- und Schuldgefühlen, Wut und Angstzuständen bis zu Depressionen und Panik-Attacken. Es ist wichtig für betroffene Frauen, dass dieser Prozess stattfinden darf und nicht unterdrückt wird. Jede persönliche Erfahrung einer Fehlgeburt ist individuell. Jede Frau geht anders damit um. Es kann sehr hilfreich sein, diesen Prozess psychologisch begleiten zu lassen und sich mit Gleichgesinnten in unserer Community auszutauschen. So ein Erlebnis ist für viele Frauen lebensverändernd.

FRÜHGEBURT

Babys, die heutzutage frühzeitig geboren werden, haben dank der medizinischen Entwicklung, Versorgung und Betreuung eine wesentlich bessere Überlebensprognose als noch vor ein paar Jahren. Und so passieren auf der Frühgeburtenstation (Neonatologie) täglich kleine Wunder. Trotzdem ist jede Frühgeburt eine emotionale Hochschaubahn für die ganze Familie und bringt viele Herausforderungen mit sich. Wenn Frühgeburt ein Thema für dich ist, vernetze dich mit Gleichgesinnten aus unserer Community und hol dir Unterstützung! Du bist nicht allein!

Medizinische Informationen zur Frühgeburt

Als Frühgeburten (Frühchen) werden Kinder bezeichnet, die vor der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren werden.

Formen

  • Extrem frühe Frühgeburt: bis zur 24. SSW
  • Sehr frühe Frühgeburt: ab der 25. bis zur 28. SSW
  • Frühe Frühgeburt: ab der 29. bis zur 34. SSW
  • Späte oder terminale Frühgeburt: ab der 35. bis zur 37. SSW

Ursachen

Die Ursachen von Frühgeburten können vielfältig sein und können sich aufgrund von unterschiedlichen Risikofaktoren entwickeln. Hier erfährst du mehr über mögliche Risikofaktoren (klick hier).

Symptome

Eine drohende Frühgeburt zeichnet sich durch vorzeitige Wehen, vorzeitigen Blasensprung oder Blutungen aus.

Diagnose

  • Ultraschall zur Zervix-Längen-Messung
  • CTG zur Beurteilung von Wehen
  • Nitrazin- oder Bromthymol-Vorlagentest: Zeigt an, ob ein Blasensprung stattgefunden hat.
  • Fibronektin-Vaginalabstrich: Ein positiver Test zeigt den Beginn einer drohenden Frühgeburt an.
  • pH-Test – vaginaler Selbsttest: Um den pH-Wert in der Scheide zu bestimmen, kannst du einen Handschuh mit pH-Streifen in deine Scheide einführen und den pH-Wert messen. Wenn der Wert außerhalb des Normalwertes (pH 3,8 – 4,4) liegt, kann dies ein Hinweis auf eine Entzündung bzw. Infektion in der Scheide und Gebärmutter sein.

Maßnahmen

Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  • Medizinische Abklärung und individuelle medikamentöse Einstellung
  • Bettruhe: Der medizinische Hintergrund dafür ist, dass beim Liegen die Organe entlastet werden. Der Blutdruck sinkt und dadurch lassen eventuelle Blutungen nach. Beim Liegen wird auch der Druck durch das Baby auf den Muttermund verringert. Die Sauerstoffversorgung des Kindes und dessen Wachstum verbessern sich. Manches Mal hilft es auch Müttern als Erholung in Stressphasen. Trotz dieser positiven Effekte gibt es keine wissenschaftlichen Beweise für eine Reduktion von Frühgeburten durch Bettruhe. Hier erfährst du mehr über Bettruhe (klick hier).
  • Tokolyse: Dies ist die Hemmung der Wehentätigkeit mittels Wehen hemmender Medikamente (Tokolytika):
    – Beta-Sympathiko-Mimetikum: Hexoprenalin (Gynipral®)
    – Oxytocinantagonis: Atosiban (Tractocile®)

MEHRLINGSCHWANGERSCHAFT (MEHRLINGSGRAVIDITÄT)

Viele Frauen mit Mehrlingsschwangerschaften haben hierfür eine genetische Veranlagung und für manche ist es eine Überraschung. Mehrlingsschwangerschaften steigen aufgrund der steigenden Zahl an künstlicher Befruchtung (IVF) und dem zunehmenden Alter der Mütter an.

Mögliche Komplikationen

Bei Mehrlingsschwangerschaften kommt es häufiger zu Komplikationen und Problemen, wie z.B. zu mehr Fehlgeburten, Frühgeburten, vorzeitigen Plazentalösung, fetofetalen Transfusionssyndromen (Zwillings-Syndrom) und Wachstumsproblemen.

Fetofetale Transfusionssyndrom (FFTS) ⦁ Zwillings-Syndrom

Das Fetofetale Transfusionssyndrom ist eine seltene, aber schwerwiegende Durchblutungsstörung von eineiigen Zwillingen, die sich einen Mutterkuchen (Plazenta) teilen. Grundlage für dieses Syndrom sind Verbindungen der kindlichen Blutkreisläufe über Gefäßverbindungen auf der Plazenta, durch die es zu einem Ungleichgewicht des Blutaustausches zwischen den ungeborenen Kindern kommen kann.

GEBÄRMUTTERHALSSCHWÄCHE • MUTTERMUNDSCHWÄCHE 
(ZERVIXINSUFFIZIENZ)

Die Muttermundschwäche oder auch Gebärmutterhalsschwäche (Zervixinsuffizienz) ist eine schmerzlose und oft symptomlose Öffnung des Gebärmutterhalses (Zervix). Bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf ist die Gebärmutter geschlossen um das Kind vor Infektionen zu schützen. Der Muttermund öffnet sich erst mit der Wehentätigkeit vor der Geburt. Im Falle einer Muttermundschwäche öffnet sich der Gebärmutterhals allerdings schon im 2. Trimester. Wenn sich der Muttermund frühzeitig und unbemerkt öffnet, kann es zu einer Frühgeburt oder Fehlgeburt (Spätabort) kommen. Wenn man die Muttermundschwäche früh erkennt und entsprechend behandelt, verlängert sich die Schwangerschaft oft auf eine normale Dauer.

Woher die Muttermundschwäche kommt, ist noch unklar. Es wird angenommen, dass es sich um eine Kombination von strukturellen Veränderungen (z. B. Gewebsschwäche oder durch frühere operative Eingriffe) und biochemischen Faktoren (z. B. Infektionen und Entzündungen) handelt. Diese Faktoren können genetisch bedingt oder erworben sein.

Normaler Gebärmutterhals (Zervix)

Verkürzter Gebärmutterhals

Offener Muttermund

Risikofaktoren

Für Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, kommt eine Muttermundschwäche meist überraschend. Risikofaktoren für eine Muttermundschwäche können sein:

  • Mehrlingsschwangerschaften (aufgrund des größeren Drucks auf den Muttermund)
  • Mehr als 3 frühere Fehlgeburten während des 2. Trimesters
  • Angeborene Störungen des Bindegewebes, der Kollagensynthese
  • Vorausgegangener operativer Eingriff am Muttermund (Konisation)
  • Vorausgegangene tiefe Verletzungen des Muttermunds (z.B. nach vaginaler Entbindung oder Kaiserschnitt)
  • Müller-Gang-Anomalien – sind Ursache für Fehlbildungen der Gebärmutter

Symptome

In den meisten Fällen verläuft der Beginn einer Muttermundschwäche symptomlos und beschwerdefrei. Aus diesem Grund sind regelmäßige Ultraschall-Untersuchungen besonders wichtig.

Manche Frauen verspüren frühe Symptome wie:

  • Unspezifische Bauchschmerzen
  • Schmerzen im unteren Rücken
  • Vaginaler Druck
  • Vaginale Blutungen oder Schmierblutungen
  • Vaginaler Ausfluss
  • Vorzeitige Wehen

Diagnose

Mittels Zervix-Längen-Messung ⦁ Gebärmutterhals-Längen-Messung:
Der Zervixkanal ist die Länge vom inneren bis zum äußeren Muttermund (siehe Bild) und hat während der Schwangerschaft eine normale Länge von 2,5 – 3 cm. Wenn die Länge weniger als 2,5 cm beträgt, besteht Gefahr einer Muttermundschwäche. Die Zervix-Länge wird mit Ultraschall gemessen – das ist die zuverlässigste Diagnosemethode.

Maßnahmen

Je nachdem wie stark der Muttermund verkürzt ist und wie hoch die Gefahr einer Frühgeburt ist, gibt es folgende mögliche – individuell abgestimmte – Therapien oder Maßnahmen.

  • Vaginal verabreichtes Progesteron
  • Cerclage: Verschluss (Umschlingung) des Muttermundes mittels einer Naht (operativer Eingriff)
  • Cerclage-Pessar: Verstärkung des Muttermundes mit einem Ring aus weichem Gummi (ohne operativen Eingriff)
  • Lungenreifung mit Kortison, im Falle einer drohenden Frühgeburt vor der 34. SSW
  • Bettruhe: Körperliche Ruhe zur Entlastung von Druck auf den Muttermund

Im Falle einer Cerclage wird der Muttermund in einem operativen Eingriff mit einem Bändchen zugeschnürt, um dem Gewicht des Babys mehr Halt und Widerstand entgegen zu setzen. Die Naht wird meist am Ende der 37. Schwangerschaftswoche entfernt. Es gibt zwei Cerclage-Arten: die Not-Cerclage und die Präventiv-Cerclage.

Eine Not-Cerclage wird angewendet, wenn der Gebärmutterhals so gravierend verkürzt ist, dass ein direktes Risiko für eine Frühgeburt besteht. In manchen Fällen ist eine stationäre Aufnahme notwendig. Die wichtigsten Maßnahmen sind körperliche Schonung und Bettruhe.

Eine Präventiv-Cerclage wird manchmal bei einer Folgeschwangerschaft nach einer Gebärmutterhalsverkürzung am Anfang des 2. Trimesters prophylaktisch angewendet. Vor allem dann, wenn der Zervixkanal am Anfang des 2. Trimesters weniger als 2,5 cm lang ist. In diesem Fall wird verordnet, dass die Frau sich schont und Bewegung reduziert (z.B. Vermeidung von langen Spaziergängen, Sport und Heben von Lasten). Bettruhe ist meistens nicht notwendig.

Die Anwendung eines Cerclage-Pessars ist eine Alternative zum operativen Eingriff. Allerdings muss individuell medizinisch evaluiert werden, ob diese angebracht ist.

Weitere Kontroll-Maßnahmen sind regelmäßige Ultraschall-Untersuchungen mit Zervix-Längen-Messung alle 2 – 4 Wochen.

FEHLPOSITION des MUTTERKUCHENS (PLACENTA PRAEVIA)

Als Placenta praevia wird die Fehlposition des Mutterkuchens (Plazenta) bezeichnet, der in der Nähe des Gebärmuttermundes den Geburtskanal bedeckt. Die Plazenta verschließt entweder vollständig oder unvollständig den inneren Gebärmuttermund.

Formen

  • Placenta praevia marginalis: Das untere Ende der Plazenta reicht bis an den Muttermund.
  • Placenta praevia partialis: Die Plazenta deckt teilweise den Muttermund ab.
  • Placenta praevia totalis: Die Plazenta deckt komplett den Muttermund ab.

Normaler Mutterkuchen

Placenta praevia marginalis

Placenta praevia totalis

Symptome

Bis zum Beginn der Geburtswehen ist eine Placeta praevia symptomarm. Doch sobald der Muttermund aufgeht, kommt es zur Ablösung der Plazenta. Das kann zu schweren Blutungen führen.

Diagnose

Die Diagnose wird durch eine Ultraschalluntersuchung gestellt. Danach sollte auf keinen Fall eine vaginale Ultraschalluntersuchung oder eine vaginale Tastuntersuchung durchgeführt werden.

Maßnahme

Um eine unkontrollierte Blutung zu Hause zu vermeiden, ist eine rechtzeitige Aufnahme in eine Geburtsklinik notwendig.

Vorzeitige PLAZENTALÖSUNG (Apruptio Placentae)

Bei einer vorzeitigen Plazentalösung handelt es sich um eine teilweise oder komplette Ablösung des Mutterkuchens (Plazenta) schon vor der Geburt des Kindes.

Ursachen

Die Ursachen für eine vorzeitige Plazentalösung sind nicht geklärt. Es können zum Beispiel mechanische Einwirkungen, wie ein stumpfes Bauchtrauma nach einem Verkehrsunfall, zu einer vorzeitigen Plazentalösung führen.

Symptome

Wenn sich die Plazenta löst, kann es zu Blutungen aus den mütterlichen und kindlichen Gefäßen kommen. Normalerweise dringen diese Blutungen durch den Gebärmuttermund und die Scheide nach außen. In seltenen Fällen können sich aber die Blutungen auch an der Wand der Gebärmutter ausbreiten.

Aufgrund des Blutverlustes kann es bei der Mutter zu einem hämorrhagischen Schock kommen. Ein hämorrhagischer Schock ist ein Volumsmangelschock aufgrund von Blutverlust.  Beim Kind kann dies  zu einer Sauerstoffunterversorgung führen.

Diagnose & Kontrollen

  • Ultraschalluntersuchung: Um die Ablösung der Plazenta und den Blutaustritt (Hämatom) in der Plazenta zu beurteilen.
  • CTG: Um den Zustand des Kindes und der Mutter zu beurteilen.

Maßnahmen

Die Maßnahmen werden aufgrund des Zustandes der Mutter und des Kindes bestimmt. Wenn das CTG unauffällig ist, brauchen bis auf regelmäßige Kontrollen keine weiteren Maßnahmen gesetzt werden. Bei klinischer Symptomatik (pathologisches CTG, Kreislaufschock der Mutter) ist eine sofortige Entbindung durchzuführen.

ANSATZANOMALIE der NABELSCHNUR (INSERTIO VELAMENTOSA)

Bei einer Ansatzanomalie der Nabelschnur (Insertio velamentosa – IV) entspringen die Nabelschnurgefäße nicht in der Mitte des Mutterkuchens (Plazenta), sondern liegen stattdessen frei auf der Eihaut und sind dadurch ungeschützt.

Bei ungünstiger Lage können die Gefäße abgeschnürt werden, wodurch das Kind nicht mehr richtig versorgt wird. Dies kann für das Kind gefährlich werden. Beim Blasensprung oder bei einer künstlichen Eröffnung der Fruchtblase (durch die Ärztin oder Hebamme ) kann es zu Gefäßeinrissen kommen und damit auch zu einem Verbluten des Kindes.

Die IV kommt bei etwa 1% aller Ein-Kind-Schwangerschaften vor und erhöht sich auf etwa 6% bei Mehrlingsschwangerschaften.

Symptome

Die IV ist selten vor Einsetzen des Blasensprungs erkennbar.

Diagnose & Kontrollen

Die Diagnose wird häufig erst nach der Geburt und Abgang des Mutterkuchens (Plazenta) gestellt. Durch eine Ultraschalluntersuchung ist es möglich, diese Gefahr frühzeitig zu erkennen und medizinisch zu beurteilen.

Maßnahmen

Eine der Hauptmaßnahmen ist, die Früherkennung mittels Ultraschall und die Beurteilung, wo genau der Ansatz der Nabelschur liegt. Danach wird entschieden, ob eine normale spontane Geburt stattfinden kann oder ob die Geburt kontrolliert eingeleitet werden soll.

SCHWANGERSCHAFTS-DIABETES (GESTATIONSDIABETES)

Zucker ist Energie! Zucker ist der Stoff, aus dem unser Körper am leichtesten Energie gewinnen kann. Man könnte auch sagen, was für Autos das Benzin ist, ist für unsere Körperzellen der Zucker. Um den Zucker in unserem Körper zu managen, benötigen wir Insulin. Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es hat die Aufgabe, die Zuckermenge in unserem Blut zu regulieren. Insulin baut überschüssigen Zucker ab – Zucker, den der Körper nicht braucht oder speichern kann.

Zuckerkrankheit (Diabetes) ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der vom Körper zu wenig Insulin gebildet wird, wodurch es zu erhöhten Blutzuckerwerten (Hyperglylämie) kommen kann.

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) ist eine Form von Zuckerkrankheit, die während der Schwangerschaft auftritt und meist nach der Geburt wieder verschwindet. Schwangerschaftsdiabetes zählt zu den häufigsten Erkrankungen, die während einer Schwangerschaft vorkommen können.

Bei Schwangerschaftsdiabetes besteht ein zusätzliches Risiko für Bluthochdruck, Harnwegsinfekte, Präeklampsie und andere Komplikationen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Mutter nach der Schwangerschaft Diabetes entwickelt und dass bei einer erneuten Schwangerschaft wieder Schwangerschaftsdiabetes auftritt.

Symptome

Bis auf eventuell mehr Durst macht sich Schwangerschaftsdiabetes in der Regel nicht durch Beschwerden bemerkbar, weshalb er nur durch einen Suchtest (Zuckerbelastungstest) festgestellt werden kann.

Wenn dieser Test nicht durchgeführt wird, besteht die Gefahr, dass die Erkrankung erst durch Folgeerscheinungen auffällt: Wenn die Fruchtwassermenge stark zunimmt oder das Baby sehr groß und schwer wird (fetale Makrosomie).

Ursachen

Durch den erhöhten Stoffwechsel und den Einfluss der Schwangerschaftshormone in der zweiten Schwangerschaftshälfte steigt der Insulinbedarf stetig an. Wenn die Bauchspeicheldrüse die Insulinproduktion nicht an diesen erhöhten Bedarf anpassen kann, steigt der Blutzuckerspiegel. Es kommt zu Schwangerschaftsdiabetes. Wenn der Blutzuckerspiegel ansteigt, wird Zucker über den Harn ausgeschieden. Durch die verstärkte Harnausscheidung kann es zu einem Wassermangel im Körper kommen. Das kann wiederum ein erhöhtes Durstgefühl zur Folge haben.

Bewegungsmangel und eine zuckerreiche Ernährung erhöhen zusätzlich den Bedarf an Insulin.

Diagnose

Schwangerschaftsdiabetes wird mit dem sogenannten Zuckerbelastungstest (oraler Glukosetoleranztest, oGTT) gestellt. Dieser Suchtest gehört zu den im Mutter-Kind-Pass vorgesehenen Untersuchungen und wird allen Schwangeren zwischen der 24. und der 27. Schwangerschaftswoche empfohlen.

Wie läuft der Zuckerbelastungstest ab?

Beim Zuckerbelastungstest wird zuerst der Nüchtern-Blutzucker-Wert der werdenden Mutter gemessen. Danach wird ihr eine Glukoselösung zum Trinken gegeben. Nach 1 Stunde und noch einmal nach 2 Stunden wird erneut der Blutzucker bestimmt. Die Messung kann in mg/dl oder in mmol/l erfolgen.

Maßnahmen

  • Beratung zur Ernährungsumstellung und Gewichtszunahme*
  • Beratung bzgl. körperliche Maßnahmen wie Bewegung und Sport
  • Blutzucker-Selbstkontrolle mit einem Messgerät für den Eigengebrauch
  • Eventuelle Überweisung in eine Diabetes-Schwerpunkteinrichtung
  • Eventuelle Insulinbehandlung für die Dauer der Schwangerschaft

Wie viel Gewicht darfst du bis zur Geburt zunehmen?

Um Schwangerschafts-Komplikationen möglichst gering zu halten, sollst du wissen, wie viel Gewichtszunahme bis zur Geburt empfehlenswert ist. Dies ist abhängig von deinem Ausgangsgewicht und deinem Body Mass Index (BMI) vor der Schwangerschaft. Der BMI wird aus deinem Gewicht und deiner Größe ermittelt. Eine zu hohe Gewichtszunahme kann zu Schwangerschaftskomplikationen führen und verschlechtert den Blutzuckerstoffwechsel.

UNSTILLBARES SCHWANGERSCHAFTS-ERBRECHEN (HYPEREREMESIS GRAVIDARUM) 

Der Beginn einer Schwangerschaft wird häufig von „morgendlicher Übelkeit, Erbrechen und Schwindelgefühl“ (Emesis) begleitet. Manchmal wird die Übelkeit auch durch bestimmte Gerüche ausgelöst. Diese hormonell-bedingte Übelkeit ist oft das erste Anzeichen einer Schwangerschaft. Sie bessert sich in der Regel bis zur 16. Schwangerschaftswoche (SSW) von selbst. Manche Frauen begleitet diese Übelkeit jedoch die ganze Schwangerschaft.

Im Gegensatz zur „normalen morgendlichen Schwangerschaftsübelkeit“ kann das sogenannte unstillbare Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum) negative Folgen für Mutter und Kind haben.

Wenn die Mutter keine Flüssigkeit oder Nahrung behalten kann, führt dies schon nach kurzer Zeit zu schweren Mangelzuständen:  Austrocknung, ein gestörter Elektrolythaushalt oder ein Säure-Basen-Ungleichgewicht können die Folgen sein. Das kann zu Unterernährung und Unterversorgung von Mutter und Kind führen und ist ein großes gesundheitliches Risiko.

Symptome

Das unstillbare Schwangerschaftserbrechen zeichnet sich durch wiederholtes Erbrechen während des Tages oder auch während der Nacht aus.

Ursachen

Die Ursache für diese Erkrankung ist nicht genau geklärt: Es könnten sowohl hormonelle Gründe als auch psychische Gründe dafür verantwortlich sein – vor allem Stress und Anspannung scheinen das unstillbare Schwangerschaftserbrechen zu fördern.

Diagnose

Ketonkörper im Harn geben Auskunft über den Schweregrad der Erkrankung. Zusätzlich sollte regelmäßig das Blutbild, die Leber- und Nierenfunktionsparameter, der Elektrolythaushalt, der Harn und das Gewicht kontrolliert werden.

Maßnahmen

Je nach Schweregrad wird das unstillbare Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum) in zwei Kategorien eingeteilt:

Bei Grad 1 (der Emesis gravidarum) genügt es meist, die werdende Mutter aufzuklären und sie zu animieren, häufiger kleine Mahlzeiten und reichlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Bei Grad 2 (der Hyperemesis gravidarum) kann eine Aufnahme ins Krankenhaus notwendig werden. Zum einen um das Erbrechen mit Antiemetika zu stoppen und zum anderen um den Elektrolytverlust sowie den Vitamin-B-Mangel mit Infusionstherapie auszugleichen.

Ernährungstipps zum Thema Übelkeit & Erbrechen (klick hier)

PRÄEKLAMPSIE

Präeklampsie ist auch unter folgenden Begriffen bekannt: EPH-Gestose, Schwangerschaftsintoxikation, Schwangerschaftstoxikose, Schwangerschaftsvergiftung.

Präeklampsie ist eine Multisystemerkrankung und tritt bei 3 – 5% der erstgebärenden Frauen auf. Präeklampsie kommt nur während der Schwangerschaft vor und wird durch das gleichzeitige Auftreten von erhöhtem Blutdruck (Hypertonie), Eiweiß im Harn (Proteinurie) und Flüssigkeitseinlagerungen (Ödeme) charakterisiert. Ödeme treten nicht immer auf. Bis heute sind die Ursachen zu den verschiedenen Krankheitsbildern der Präeklampsie nicht geklärt. Es wird vermutet, dass es sich um eine Überlastung des mütterlichen Organismus aufgrund der Schwangerschaft handelt, wobei folgende Faktoren eine Rolle spielen können: Störung der Bildung und Einnistung der Plazenta sowie hormonelle und immunologische Einflüsse und Umweltfaktoren.

Symptome

Bluthochdruck und Eiweiß im Harn sind bei einer Präeklampsie immer erhöht. Alle weiteren Symptome können alleine oder in Verbindung auftreten:

  • Bluthochdruck (Hypertonie) > 140/90 mmHg bis 165/105 mmHg
  • Eiweiß im Harn (Proteinurie)
  • Eingeschränktes Wachstum des Babys
  • Leberbeteiligung (persistierende Oberbauchschmerzen und erhöhte Leberenzyme: Transaminase)
  • Neurologische Symptome wie: Kopfschmerz, Sehstörungen oder Hörstörungen
  • Verminderte Harnausscheidung (Oligurie) oder Nierenfunktionseinschränkung
  • Wassereinlagerung (Ödeme) in Beinen, Füßen, Händen oder Gesicht

Erste Anzeichen können sein:

  • Gewichtzunahme von mehr als 2kg pro Woche
  • Starker Kopfschmerz, Sehstörungen oder Hörstörungen
  • Wasseransammlungen (Ödeme) im Gesicht
  • Verminderte Urinausscheidung

Ursachen

Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Es gibt allerdings vorgeburtliche und schwangerschaftsassoziierte Risikofaktoren, die mit der Entstehung einer Präeklampsie einhergehen.

Vorgeburtliche Risikofaktoren:

  • Alter > 40 Jahre
  • Autoimmunerkrankungen (z. B. Antiphospholipid-Syndrom)
  • Body Mass Index > 30 (BMI)
  • Chronisch erhöhter Blutdruck (Hypertonie)
  • Erstgebärend
  • Ethnologische Abstammung (z. B. afroamerikanisch)
  • Familiäre Belastung
  • Nierenerkrankung
  • Präeklampsie in einer vorigen Schwangerschaft
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Schwangerschaftsassoziierte Risikofaktoren:

  • Erhöhter Gefäßwiderstand beim Ultraschall
  • Künstliche Befruchtung (In-vitro-Fertilisation – IVF)
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)

Die Präeklampsie ist ein komplexer pathophysiologischer Prozess, bei dem im Grunde alle Organsysteme der Mutter betroffen sein können. Die Mutter reagiert mit Hypertonie, Proteinurie, Ödemen und teilweisem Organversagen. Beim Kind kann es durch die Verengung der Nabelschnurgefäße zu Wachstumsstörungen kommen.

Die Präeklampsie kann unvermittelt in eine Eklampsie mit Krampfanfällen übergehen. Bei einer Eklampsie ist die kindliche und mütterliche Prognose nochmals erheblich verschlechtert und es bedarf einer sofortigen medizinischen Aufnahme im Krankenhaus.

Eine besondere Form der Präeklampsie ist das HELLP-Syndrom (Hemolysis, Elevated Liver Enzymes, Low Platelet Count). Es ist gekennzeichnet durch Auflösung der roten Blutkörperchen (Hämolyse), durch erhöhte Leberenzymwerte und eine verringerte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytenzahl). Das HELLP-Syndrom stellt für Mutter und Kind einen lebensgefährlichen Zustand dar und bedarf einer sofortigen Intensivbetreuung im Krankenhaus.

Diagnose

  • Blutdruckmessung
  • 24-Stunden-Sammelurin & Messung der Proteinausscheidung im Harn
  • sFlt-1/PlGF-Quotient
    Die Bestimmung des Quotienten von sFlt-1 (soluble fms-like tyrosine kinase 1) und PIGF (placental growth factor) lässt das Auftreten einer Präeklampsie mit hoher Wahrscheinlichkeit schon 4 Wochen im Voraus erkennen.

Maßnahmen

Die medizinische Behandlung einer Präeklampsie ist individuell verschieden. Es gilt die Gesundheit der Mutter und des Kindes zu bewahren und das Baby so lange wie möglich im Bauch der Mutter heranreifen zu lassen.

Eine leichte Präeklampsie wird mit Bettruhe und einer eventuellen blutdrucksenkenden Therapie behandelt. Das Kind wird laufend mittels CTG und Doppler-Sonographie überwacht. Weiters kann eine salz-, eiweiß- und vitaminreiche Diät unterstützend wirken.

Tritt eine Präeklampsie vor der 32. Schwangerschaftswoche auf, kann nach der Aufnahme ins Krankenhaus der Blutdruck mit Medikamenten gesenkt werden. Des Weiteren kann eine Flüssigkeitsbilanzierung zur Verhinderung eines Lungenödems notwendig sein. Ebenso kann eine Behandlung mit Kortikosteroiden erfolgen, um die Lungenreife des ungeborenen Kindes zu beschleunigen. Vorbeugend gegen Krampfanfälle kann Magnesiumsulfat intravenös verabreicht werden. Auch die Muskeleigenreflexe, die Atemfrequenz und der Blutserumspiegel sollten laufend kontrolliert werden.

Bei Auftreten jeglicher Komplikation ist eine sofortige Entbindung unbedingt angezeigt. Durch Fortschritte in der Neonatologie hat sich die Prognose bei Frühgeburten erheblich verbessert.

Bei einer Eklampsie in der Spätschwangerschaft ist auch eine sofortige Entbindung angezeigt. Diese kann durch eine Einleitung der Geburt oder durch einen Kaiserschnitt erfolgen.

Das HELLP-Syndrom stellt für Mutter und Kind einen lebensgefährlichen Zustand dar und bedarf einer sofortigen Intensivbetreuung im Krankenhaus. Diese kann auch bis nach einem Kaiserschnitt andauern.

Betreuung im Wochenbett

Eine engmaschige medizinische Überwachung der Mutter nach der Geburt ist erforderlich und beinhaltet regelmäßiges Blutdruckmessen, sowie die Untersuchung von Blut- und Harnproben. Alle plötzlichen Symptome wie Oberbauchschmerz, Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit oder Sehstörungen sollten unmittelbar dem medizinischen Personal mitgeteilt werden. Ob und welche Medikamente nachgeburtlich eingenommen werden müssen, wird individuell mit der Ärztin abgestimmt.

Wahrscheinlichkeitsrisiko bei einer Folgeschwangerschaft?

Ein Wiederholungsrisiko ist abhängig davon, wann in der Schwangerschaft die Präeklampsie aufgetreten ist und mit welchem Schweregrad. Ist die Entstehung der Präeklampsie zwischen der 28. und der 34. Schwangerschaftswoche (SSW) eingetreten, besteht ein Wiederholungsrisiko von ca. 25%. Ist die Entstehung der Präeklampsie schon vor der 28. SSW eingetreten, liegt ein Wiederholungsrisiko bei ca. 55%. Auch vorgeburtliche Risikofaktoren haben einen Einfluss auf das Risiko für eine Präeklampsie in der Folgeschwangerschaft.

Ernährungstipps zur Präeklampsie (klick hier)

ÜBERTRAGUNG

Von einer Übertragung spricht man, wenn die Schwangerschaft länger als 42 Schwangerschaftswochen dauert.

Ursachen

Mehr als 40% aller Geburten finden später als der errechnete Geburtstermin statt. Dies ist aber häufig auf eine falsche Berechnung des Geburtstermins zurückzuführen.

Diagnose

Grund für ein medizinisches Einschreiten ist das Risiko, das durch die Überalterung des Mutterkuchens (Plazenta) zu einer Plazentainsuffizienz führen kann. Als Folge kann die Versorgung des Kindes mit Sauerstoff und Nährstoffen vermindert sein. Hinweise auf einen solchen Zustand liefern unter anderem:

  • eine reduzierte Fruchtwassermenge
  • eine unzureichende Blutzufuhr zum Kind, diese ist erkennbar mittels einer Doppler-Sonographie oder einem CTG
  • oder ein zu langsames Wachstum des Kindes im Mutterleib

Bei normaler Plazentafunktion kann das ungeborene Kind weiterwachsen. Dies kann zu einem höheren Geburtsgewicht des Kindes führen – schwere Kinder verursachen häufiger Komplikationen während der Geburt.

Maßnahmen

In vielen Spitälern wird üblicherweise zehn Tage nach dem errechneten Geburtstermin die Geburt mit Medikamenten eingeleitet. Die Einleitung erfolgt über Prostaglandin-Tabletten Prostaglandin-Gel, Oxytocin-Infusion oder falls der Muttermund schon geöffnet ist durch eröffnen der Fruchtblase (Amniotomie).

Hier findest du:

INFORMATION
UNTERSTÜTZUNG
COMMUNITY

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Autorin: Mag. Ingrid Lechinger
Medizinisches Review: Dr. Helmut Musil
Stand der Information: Oktober 2018

Statistica Austria: www.statistik.at (Stand: 11.06.2018)

Dadak, Christian: Sexualität, Reproduktion, Schwangerschaft, Geburt: MCW 15, 9. Auflage, Wien: Facultas, 2017.

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): S3-Leitlinie Gestationsdiabetes mellitus (GDM), Diagnostik, Therapie und Nachsorge; 2. Auflage, AWMF Register-Nr.: 057/008; veröffentlicht 03/2018.

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Gätje, Regine; Eberle, Christine; Scholz Christoph; Lübke, Marion; Solbach, Christine: Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe, 2.Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag, 2015.

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