Ätherische Öle sind die Duftstoffe von Pflanzen. Sie beeinflussen über unsere Nase unsere Gefühle, Hormone und unser Wohlbefinden! Auch das Baby im Mutterleib kann diese Duftstoffe schon früh wahrnehmen:  ab der 6. Woche entwickelt sich die sogenannte primäre Nasenhöhle, der Embryo kann also schon in der 6. Woche Gerüche wahrnehmen. Übrigens sind Augen und Ohren ab der 6. bzw. 7. Woche auch schon so weit entwickelt, dass das Baby im Mutterleib Geräusche hören und Unterschiede von hell und dunkel wahrnehmen kann.

Mama und Baby können daher schon in der Schwangerschaft von der Anwendung ätherischer Öle gemeinsam profitieren!

Ätherische Öle in der Schwangerschaft

Sorgenvolle Gedanken und Ängste
Auch wenn alles gut geht in der Schwangerschaft, das Baby gesund ist, die Geburt gut verläuft und das Stillen klappt – gehören Sorgen und Ängste einfach zur Schwangerschaft und zum Mama-Sein dazu. Damit sich die werdende Mama trotzdem entspannen und die negativen Gedanken ein wenig loslassen kann, haben sich ätherische Öle wie Iris, Melisse und Rose bewährt. Einfach 3-5 Tropfen ins Duftlamperl geben, entspannende Musik auflegen, sich zurücklehnen und genießen.

Auch ein gemütliches Bad, z.B. mit Totem Meer-Badesalz und 3-5 Tropfen Rosengeranie und Bergamotte hilft, den Alltag zu vergessen.

Übelkeit in der Schwangerschaft
Bei Schwangerschaftsübelkeit helfen Zitrusdüfte wie Lemongras oder Orange gemeinsam mit Rosmarin, die Übelkeit zu vertreiben und den Appetit anzuregen. Entweder je 3-5 Tropfen in die Duftlampe geben oder immer wieder an dem Originalfläschchen des Öles riechen. Man kann auch 2 Tropfen auf das eine Handgelenk auftragen, mit dem 2. Handgelenk verreiben und mehrmals daran riechen. Diese Methode eignet sich auch bei allen anderen bisher genannten Ölen.

Aber Vorsicht:

Campher, Pfefferminz und Eukalyptus, Basilikum, Eisenkraut, Oreganum, Kardamom, Nelke, Ingwer, Thuja, Salbei, Wermut und Zimt wirken als Öle wehenfördernd, diese Pflanzen sollten in der Schwangerschaft daher nicht – auch nicht als Tees – verwendet werden!

Bei zu niedrigem Blutdruck sollte auf Lavendel, Muskatellersalbei, Majoran, Ylang-Ylang und Narde verzichtet werden.

Bei hohem Blutdruck darf Lavandin, Rosmarin, Ysop und Thymian nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt angewendet werden, da sie blutdrucksteigernde Wirkung haben.

Alles Liebe für euch, beim nächsten Aromatherapie Blog gibt es wieder praktische Tipps. Lasst euch bis dahin von den Pflanzendüften verwöhnen und im Alltag unterstützen. 🌸

Gastbeitrag von Mag. Ing. Pamela Klena-Pail, Biologin und  Bedrest-Survivor. Sie verlor in ihrer ersten Schwangerschaft einen Zwilling und  litt unter Hypertonie, wodurch sie 6 Monate zu Hause liegen musste und schließlich einen Notkaiserschnitt hatte.

Autorin • Mag. Ing. Pamela Klena-Pail